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Sachsen-Anhalt Konzert in Halle erinnert an Anschlag auf Synagoge 2019

Mitglieder verschiedener Orchester, des Ashirachors Israel und des Zamirchors Bayreuth gestalten in der Ulrichskirche in Halle/Saale ein Konzert zum Gedenken an den Anschlag auf die Synagoge.

(Foto: Hendrik Schmidt/dpa)

Halle (dpa/sa) - Mit einem Konzert ist am Montag in der gut gefüllten Ulrichskirche der Saalestadt an den Anschlag auf die Synagoge in Halle im Oktober 2019 erinnert worden. Bildungsministerin Eva Feußner (CDU) bezeichnete die Zusammenarbeit eines israelischen und eines deutschen Chores für das Gedenken im Rahmen ihrer Rede am Montagabend als "bemerkenswert". So erschütternd der Anlass der Veranstaltung auch sei, gehe von dem Treffen doch ein positives Signal in die Welt. "Dieses gesellschaftlich verbindende Signal der Religions- und Völkerfreundschaft ist von großer Bedeutsamkeit für unser Land und unsere Gesellschaft."

Die Veranstalter hatten vorab mitgeteilt: "Antisemitismus ist in Deutschland wieder tödliche Realität." Umso wichtiger sei es, öffentlich für den Schutz des jüdischen Lebens einzutreten und ein Zeichen der Solidarität zu setzen.

Am 9. Oktober 2019 hatte ein schwerbewaffneter Terrorist versucht, am höchsten jüdischen Feiertag Jom Kippur in die Synagoge von Halle einzudringen und ein Massaker anzurichten. Er gelangte jedoch nicht in das Gotteshaus, erschoss dann die 40-jährige Passantin Jana L. und später in einem Döner-Imbiss den 20-Jährigen Kevin S.. Auf der Flucht verletzte er weitere Menschen und lieferte sich einen Schusswechsel mit der Polizei, bevor er festgenommen wurde. Er wurde zu lebenslanger Haft verurteilt. Zudem wurde die besondere Schwere der Schuld festgestellt und Sicherungsverwahrung angeordnet.

Quelle: dpa

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