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Sachsen-Anhalt Künstler stellt symbolisch Bronzewölfe vor Synagoge auf

Bildhauer Rainer Opolka. Foto: Christoph Soeder/dpa/Archivbild

(Foto: Christoph Soeder/dpa/Archivbild)

Halle (dpa/sa) - Als Zeichen gegen rechte Gewalt hat der Brandenburger Aktionskünstler Rainer Opolka am Dienstag große Wolfsplastiken vor der Synagoge in Halle aufgestellt. Dort hatte ein 27-Jähriger am Mittwoch vergangener Woche einen Terroranschlag verübt. Nun mahnten dort zwei etwa zwei Meter große Figuren bedrohlich wirkend auf allen Vieren, zwei weitere hatten - auf den Hinterläufen stehend - Waffen in der Hand. Dazu hatte der Künstler große Transparente aufgestellt. Auf einem stand: "Wo gehetzt wird, wird später auch getreten."

Der Künstler und die Vorsitzende des Fördervereins "Denkmal für die ermordeten Juden Europas", Lea Rosh, wollten mit der eintägigen Aktion auf die besorgniserregende Zunahme rechtsradikaler Gewalt aufmerksam machen.

Am Mittwoch vergangener Woche hatte der 27-jährige gebürtige Sachsen-Anhalter schwer bewaffnet versucht, in die mit mehr als 50 Gläubigen besetzte Synagoge einzudringen. Als das scheiterte, erschoss er eine 40 Jahre alte Passantin und kurz darauf einen 20 Jahre alten Mann in einem nahen Dönerladen. Auf seiner Flucht verletzte der Schütze ein Ehepaar schwer. Der 27-Jährige wurde später festgenommen und gestand, den Anschlag aus rechtsextremen und antisemitischen Motiven begangen zu haben.

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