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Sachsen-Anhalt Länder wollen Klarheit von Enercon für Jobs in Windbranche

Armin Willingmann (SPD), Sachsen-Anhalts Minister für Wirtschaft, Wissenschaft und Digitalisierung. Foto: Ronny Hartmann/zb/dpa/Archivbild

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Der Anlagenbauer Enercon will bis zu 3000 Stellen streichen. Der Fall zeigt, wie heikel die Lage der Windindustrie in Deutschland ist. Bei einem Krisentreffen sollen nun Lösungen diskutiert werden.

Magdeburg/Hannover (dpa/sa) - Von einem Krisentreffen zur Lage der Windindustrie erhoffen sich die Länder Niedersachsen und Sachsen-Anhalt mehr Klarheit. Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil kündigt an, für die Jobs in der Branche zu kämpfen. Im Vordergrund stehe "ganz klar das Ziel, möglichst viele Arbeitsplätze in der Windenergiebranche zu erhalten beziehungsweise künftig auch wieder neue Jobs – insbesondere auch in Ostfriesland – zu schaffen", sagte der SPD-Politiker vor dem Treffen mit dem Chef des Anlagenbauers Enercon am Mittwoch der Deutschen Presse-Agentur.

Auf Einladung von Weil wird auch Sachsen-Anhalts Wirtschaftsminister Armin Willingmann (SPD) an dem Gespräch teilnehmen, ebenso sein niedersächsischer Amtskollege Bernd Althusmann (CDU). Enercon-Chef Hans-Dieter Kettwig wird zu dem Treffen in Hannover erwartet.

Willingmann sagte, es gehe vor allem darum, mehr zu erfahren, welche Pläne das Unternehmen konkret für die Standorte habe. Zudem gelte es im Gespräch zu klären, welche Möglichkeiten die Politik habe, um möglicherweise Rahmenbedingungen zu verändern. Zugleich appellierte er an die Verantwortung von Unternehmen für ihre Mitarbeiter.

Niedersachsens Regierungschef Weil betonte, ohne Windenergie seien Deutschlands Klimaziele nicht zu erreichen. "Wir brauchen einen Neustart bei der Energiewende mit praktikablen Lösungen, um dort, wo Windenergie möglich ist, auch tatsächlich Windenergie zu gewinnen", sagte Weil. Enercon hatte am Freitag angekündigt, wegen der schlechten Marktlage bis zu 3000 Stellen abzubauen, und dabei die Energiepolitik der Bundesregierung mitverantwortlich gemacht. In Magdeburg könnten 1500 Jobs betroffen sein.

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