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Sachsen-Anhalt Land: Weitere knapp 150 Polizisten kommen nach Halle

In Polizei-Westen gekleidete Polizisten. Foto: Silas Stein/dpa/Archivbild

(Foto: Silas Stein/dpa/Archivbild)

Magdeburg (dpa/sa) - Eine vierte Hundertschaft der Landesbereitschaftspolizei wird künftig von Halle aus im Einsatz sein. Der Finanzausschuss des Landtages hat dafür am Mittwoch die Mittel freigegeben, teilte die SPD-Fraktion mit. Dies seien knapp 13 Millionen Euro, sagte ein Sprecher. Auf dem Gelände der früheren Fliederwegkaserne soll den Angaben nach bis Mitte nächsten Jahres ein Neubau entstehen. Geplant sind Unterkünfte, Verwaltungs- Sport- und Schulungsräume für 123 Bedienstete und 30 Praktikanten. Hinzu kommen Stellplätze für 35 Einsatzfahrzeuge. Auf dem Gelände ist auch das Polizeirevier Halle ansässig. Angaben zu den Kosten für die Neuansiedlung wurden zunächst nicht gemacht.

Nicht zuletzt der Anschlag auf die jüdische Gemeinde in Halle habe gezeigt, dass die Stationierung einer Einsatzhundertschaft in der Stadt polizeitaktisch notwendig sei, erklärte der innenpolitische Sprecher der SPD-Landtagsfraktion Rüdiger Erben. Am 9. Oktober 2019 hatte ein Rechtsextremist versucht, in dem Gotteshaus ein Blutbad anzurichten. Er tötete vor der Synagoge eine 40 Jahre alte Passantin und in einem nahen Döner-Imbiss einen 20 Jahre alten Gast, auf seiner Flucht verletzte er mindestens zwei Menschen. Die Arbeit der Polizei und deren Einsatzstärke sorgte für Unverständnis und Kritik im Land.

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