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Sachsen-Anhalt Literaturhaus in Halle mit Resonanz beim Publikum zufrieden

Reger Zulauf beim Literaturhaus in Halle. Foto: Anna Kolata/Archivbild

(Foto: Anna Kolata/Alexander Suckel/dpa)

Es ist, als hätte es bisher gefehlt: Das Literaturhaus in Halle behauptet sich neben den anderen Kunst- und Kultureinrichtungen.

Halle (dpa/sa) - Gut ein Jahr nach der Eröffnung erfreut sich das Literaturhaus in Halle großer Resonanz beim Publikum. "Wir sind überaus zufrieden, es läuft besser als erwartet", sagte der Leiter Alexander Suckel. Von der Eröffnung im März 2018 bis Jahresende seien 6000 Menschen in die Veranstaltungen gekommen. "Für 2019 werden wir bei deutlich mehr landen", sagte Suckel.

Der Erfolg liege sicher an dem Konzept mit einem sehr breiten Literaturbegriff. Das Haus pflege den Diskurs mit den Autoren, biete Veranstaltungen und Lesungen verschiedener Genres, von Lyrik über Wissenschaft bis zum Krimi. "Für alle Sparten gibt es Interessenten", sagte Suckel. Ein Dauerbrenner sei die Reihe Film und Psychoanalyse mit dem halleschen Psychiater Gerold Hiebsch.

Inzwischen bestehe auch ein reger Austausch mit anderen Literaturhäusern im deutschsprachigen Raum. "Wir streben an, in das Netzwerk der Literaturhäuser aufgenommen zu werden", sagte Suckel. Eine enge Kooperation gebe es bereits mit dem Literaturhaus in Leipzig - beispielsweise, wenn Autoren an einem Tag in Leipzig und am Folgetag in Halle lesen oder umgekehrt. "Da nehmen wir uns nichts gegenseitig weg", betonte er.

In Deutschland, der Schweiz und Österreich gibt es 14 Literaturhäuser. Neben Einrichtungen in großen Metropolen wie Berlin, Hamburg oder Frankfurt am Main haben sich die Häuser auch in mittleren Städten etabliert, wie Leipzig und Rostock.

Das Literaturhaus hat seinen Sitz im Kunstforum der Saalesparkasse Halle. Als die Sparkasse ihren Rückzug ankündigte, stand die Zukunft des Kunstforums auf der Kippe. Mit dem Literaturhaus wurde die Kultureinrichtung bewahrt. Das Haus finanziere sich über Projektgelder von der Stadt Halle und der Sparkasse. Sein Anliegen sei es, eine institutionelle Förderung zu bekommen, um mehr Planungssicherheit zu haben, sagte Suckel.

Das Netzwerk der Literaturhäuser

Das Literaturhaus in Halle

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