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Sachsen-Anhalt Lockdown trifft Schmalspurbahn und Tourismusbranche

Touristen verlassen bei Nebel einen Zug der Harzer Schmalspurbahnen (HSB) am Brocken-Bahnhof. Foto: Klaus-Dietmar Gabbert/dpa/Archivbild

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Wernigerode/Halle (dpa/sa) - Der Tourismus in Sachsen-Anhalt ist durch den Lockdown stark eingebrochen. Im November 2020 meldeten die Beherbergungsbetriebe rund 200.000 Übernachtungen und somit einen Rückgang von etwa 65 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat, wie das Statistische Landesamt am Dienstag mitteilt. Die Zahl der Besucher im Vergleich zum November 2019 sank um 78 Prozent auf rund 57.000 Gäste.

Für den Zeitraum zwischen Januar und November 2020 zählten die Beherbergungsbetriebe in Sachsen-Anhalt 2,2 Millionen Gästeankünfte und 5,8 Millionen Übernachtungen. Das entspricht einem Minus von 34,7 Prozent bei den Gästen und von 27,8 Prozent bei den Übernachtungen.

Ab dem 2. November durften nach der Corona-Eindämmungsverordnung keine Übernachtungen zu touristischen Zwecken stattfinden. Im Harz sei der Einbruch der Gästezahlen daraufhin mit rund 91 Prozent am höchsten ausgefallen, teilte die Statistik-Behörde mit.

Auch die bei Touristen beliebten Harzer Schmalspurbahnen hätten "klare Einbrüche" erlebt, sagte ein Sprecher der Harzer Schmalspurbahnen GmbH (HSB). Mit wenigen Ausnahmen sei auch der Bahnverkehr auf dem etwa 140 Kilometer langen Streckennetz größtenteils zum Erliegen gekommen. Immerhin gebe es Ausgleichszahlungen für Nahverkehrsunternehmen, mit denen die HSB einen Großteil ihrer Verluste auffangen könne.

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