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Sachsen-Anhalt Magdeburg befürchtet 200-Millionen-Euro-Verlust durch Corona

Lutz Trümper, Oberbürgermeister von Magdeburg. Foto: Klaus-Dietmar Gabbert/dpa-Zentralbild/dpa/Archivbild

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Magdeburg (dpa/sa) - Die Corona-Krise reißt laut Magdeburgs Oberbürgermeister Lutz Trümper ein dickes Loch in die Kasse der Landeshauptstadt. Der Kämmerer schätze die Kosten der Krise für die Stadt derzeit auf 200 Millionen Euro, sagte Trümper am Dienstag. Das seien etwa 25 Prozent des Jahreshaushalts. Neben ausfallenden Steuereinnahmen müsste die Stadt auch auf Eintrittsgelder etwa für Theater oder den Zoo verzichten, sagte der Sozialdemokrat.

Wie die Stadt die Einnahmeausfälle kompensiert, könne man zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht abschätzen. "Das Geld bringt nicht der liebe Gott", sagte der Oberbürgermeister. Auch dass der Bund alle Ausfälle übernimmt, halte er für unwahrscheinlich. "Es wird im großen Maße, beim Bund, bei den Ländern und bei den Kommunen, in die Schulden gehen", sagte Trümper. "Und am Ende ist die Frage, wie die Schulden verteilt werden."

Um die Folgen der Pandemie für die Wirtschaft in Magdeburg so gering wie möglich zu halten, appellierte Trümper an die Magdeburger, nicht auf mehr zu verzichten, als durch das Kontaktverbot nötig ist. Es spreche etwa nichts dagegen, auch jetzt einen Elektriker oder Handwerker in die Wohnung kommen zu lassen, solange die Abstandsregeln eingehalten werden. "Ich muss den ja nicht umarmen, wenn er kommt, ich muss ihn auch nicht küssen."

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