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Sachsen-Anhalt Mehr Wohnungen stehen leer

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Halle (dpa/sa) - In Sachsen-Anhalt ist die Zahl leerstehender Wohnungen deutlich gestiegen. Ende vorigen Jahres waren rund 191 000 Wohnungen unbewohnt, wie das Statistische Landesamt am Mittwoch in Halle mitteilte. Das waren 24 000 mehr als noch im Jahr 2014. In diesem Zeitraum sei die Zahl der Sachsen-Anhalter leicht um ein Prozent zurückgegangen, der Wohnungsleerstand habe sich aber um 15 Prozent erhöht.

Von dieser Entwicklung bleiben nicht einmal die beiden Großstädte verschont, die seit Jahren steigende Einwohnerzahlen melden: In Halle legte der Leerstand laut Mitteilung um 9 Prozent auf 25 000 unbewohnte Wohnungen zu. Damit steht dort mehr als jede sechste Wohnung leer.

In Magdeburg stieg der Leerstand um 16 Prozent auf 21 000 unbewohnte Wohnungen. Mehr als jede siebte Wohnung in der Landeshauptstadt ist somit derzeit unbewohnt. In den Großstädten werden seit einigen Jahren nicht mehr nur Wohnungen saniert, sondern auch neue gebaut.

In Halle ist die Leerstandsquote mit 18 Prozent genauso hoch wie in den am stärksten betroffenen Kreisen Anhalt-Bitterfeld, Burgenlandkreis sowie dem Kreis Stendal. In Dessau-Roßlau (15 Prozent) ging der Leerstand trotz Einwohnerschwunds im Vergleich zu 2014 zurück, ebenso in der Börde (13 Prozent).

Sinkende Einwohnerzahlen und hoher Leerstand sind in Sachsen-Anhalt seit Jahrzehnten ein Problem. Allein die Wohnungsgenossenschaften rissen seit dem Jahr 2000 mehr als 90 000 Wohnungen ab, um die Situation zu entspannen. Dafür gab es auch öffentliche Fördergelder.

Mitteilung des Statistischen Landesamts

Jahresstatistik der Wohnungswirtschaftlichen Verbände

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