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Sachsen-Anhalt Metaller mit ersten Warnstreiks in Sachsen-Anhalt

Das Logo der IG Metall ist zu sehen. Foto: Daniel Karmann/dpa/Archivbild

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Halle (dpa/sa) - Im Tarifstreit der Metall- und Elektroindustrie haben am Dienstag in Sachsen-Anhalt erste Warnstreiks stattgefunden. Unter anderem hätten sich am Morgen etwa 120 Beschäftigte vor dem KSB-Werk in Halle beteiligt, sagte die Geschäftsführerin von IG Metall Halle-Dessau. Unter Einhaltung der Corona-Maßnahmen sei eine Menschenkette vor dem Pumpenwerk gebildet worden. Von den Mitarbeitern habe es viel Zuspruch gegeben, hieß es.

Bei Novelis im Salzlandkreis fand ein Autokorso vom Werk des Aluminium-Verarbeiters aus nach Aschersleben statt. Etwa 60 Fahrzeuge und 90 Beschäftigte nahmen daran teil, sagte Axel Weber von der Geschäftsstelle Magdeburg-Schönebeck. Die Aktion habe gezeigt, dass trotz der Corona-Pandemie mit den Arbeitnehmern zu rechnen sei.

Laut der Gewerkschaft IG Metall sind auch für Mittwoch Aktionen geplant. Die Verhandlungen um einen neuen Tarifvertrag für rund 10 000 Beschäftigte der Metall- und Elektroindustrie in Sachsen-Anhalt treten auf der Stelle: Mitte Februar hatten die Gewerkschaft IG Metall und der Landesverband der Metall- und Elektroindustrie (VME) die dritte Verhandlungsrunde ohne Ergebnis abgebrochen. Die Gewerkschaft fordert unter anderem 4 Prozent mehr Geld für die Angestellten, die Arbeitgeber beharren jedoch auf einer Nullrunde in diesem Jahr. Der Verband bot den Gewerkschaften eine Einmalzahlung im ersten Halbjahr 2022 an.

"Die Arbeitgeber haben mit ihrem Angebot in der dritten Verhandlungsrunde eine Nullnummer präsentiert", sagte Thorsten Gröger, IG Metall-Bezirksleiter und Verhandlungsführer in Niedersachsen und Sachsen-Anhalt. Nun schalteten die Beschäftigten "in den Warnstreikmodus um".

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