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Sachsen-Anhalt Neue Eigentümer beim Burgenlandklinikum

Das ehemalig zu den Burgenlandkliniken gehörende Saale-Unstrut-Klinikum in Naumburg. Foto: Sebastian Willnow/dpa-Zentralbild/ZB/Archivbild

(Foto: Sebastian Willnow/dpa-Zentralbild/ZB/Archivbild)

Naumburg (dpa/sa) - Das ehemals kommunale Burgenlandklinikum hat nach seiner Insolvenz jetzt auch offiziell einen neuen Eigentümer. Die gemeinnützige SRH-Gruppe übernahm am Mittwoch die Geschäfte, wie eine Sprecherin mitteilte. Beide Standorte sollen erhalten bleiben und firmieren ab sofort unter den Namen SRH Klinikum Naumburg und SRH Klinikum Zeitz. Dabei sollen einzelne Bereiche gestärkt werden, hieß es. So werde die Geriatrie in Zeitz um 25 Betten aufgestockt.

Der Eigentümerwechsel fällt mitten in die Phase, in der das neuartige Coronavirus eingedämmt werden soll. Neben der Neuaufstellung sei es daher derzeit die wichtigste Aufgabe für beide Kliniken, sich auf die Behandlung von Covid-19-Patienten vorzubereiten, sagte SRH-Vorstandschef Christof Hettich laut Mitteilung.

Das kommunale Burgenlandklinikum hatte vor gut einem halben Jahr wegen finanzieller Schwierigkeiten Insolvenz in Eigenverwaltung angemeldet. Zur Rettung der Standorte wurde ein neuer Eigentümer gesucht. Bereits im Januar wurde der Verkauf an die gemeinnützige SRH-Gruppe bekannt gegeben. Sie betreibt unter anderem ein Krankenhaus im ostthüringischen Gera.

Bereits vor dem offiziellen Eigentümerwechsel entließ das Klinikum Personal in der Verwaltung sowie bei der Therapie. Nach früheren Angaben sollte ein Großteil der 100 Vollzeitstellen bis Ende März wegfallen. Perspektivisch will SRH die Zahl der Beschäftigten bis Ende nächsten Jahres leicht auf 1030 erhöhen.

So sollen zusätzlich 20 Ärzte und rund 100 Pflegerinnen eingestellt werden, hieß es. Ab kommender Woche will SRH nach eigenen Angaben zudem mit der Gewerkschaft Verdi sondieren, wie die Vergütung in allen Beschäftigungsgruppen verbessert werden kann.

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