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Sachsen-Anhalt Parlamentsausschüsse verreisen für insgesamt 310.000 Euro

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Magdeburg (dpa/sa) - Bei Reisen der Ausschüsse des Landtags von Sachsen-Anhalt sind in der vergangenen Wahlperiode Gesamtkosten in Höhe von rund 310.000 Euro angefallen. Das geht aus einer Aufstellung der Parlamentsverwaltung hervor, die der Deutschen Presse-Agentur vorliegt. Die höchsten Ausgaben fielen durch Auslandsreisen des Ausschusses für Bundes- und Europaangelegenheiten an. So war der gesamte Ausschuss 2016 nach Malta und 2020 nach Vietnam gereist, für beide Trips zusammen lagen die Aufwendungen bei rund 54 000 Euro.

Die meisten anderen Ausschüsse waren von 2016 bis 2021 maximal einmal mit allen Mitgliedern im Ausland unterwegs. Darüber hinaus gab es mehrere Delegationsreisen, an denen nur ein Mitglied pro Fraktion teilnahm. Einige geplante Trips mussten aufgrund der Corona-Pandemie abgesagt werden.

Nach Angaben der Landtagsverwaltung darf ein gesamter Ausschuss grundsätzlich einmal in der Wahlperiode reisen, eine Delegation mindestens einmal im Kalenderjahr. Ziel sei es, den "Blick von außen" ins Parlament zu tragen. Außerdem gehe es darum, sich über politische, gesellschaftliche und wirtschaftliche Möglichkeiten der Zusammenarbeit auszutauschen und touristisch für Sachsen-Anhalt zu werben. Die Ausschüsse seien in diesem Sinne "Botschafter des Landes".

Quelle: dpa

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