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Sachsen-Anhalt Plattdeutsche Namen für Orte in Sachsen-Anhalt möglich

Holger Stahlknecht (CDU), Innenminister von Sachsen-Anhalt. Foto: Hendrik Schmidt/dpa-Zentralbild/dpa/Archivbild

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Magdeburg (dpa/sa) - Orte in Sachsen-Anhalt können ab sofort ihren Ortsnamen auch auf Plattdeutsch führen. "Die niederdeutsche Sprache hat in vielen Regionen Sachsen Anhalts eine lange Tradition und gehört zur Identität unseres Landes", sagte Sachsen-Anhalts Innenminister Holger Stahlknecht (CDU) am Donnerstag in Magdeburg. Besonders in der Altmark, der Börde und Teilen des Harzes würden Varianten des Platt gesprochen und verstanden. Gemeinden könnten ab sofort einen Antrag bei der zuständigen Kommunalaufsichtsbehörde stellen, um ihren Ortsnamen auch auf Plattdeutsch zu führen.

Der Landtag hatte sich 2019 mit dem Beschluss "Niederdüütsche Sprook in Sassen-Anhalt wedder opleven laten" dafür ausgesprochen, die niederdeutsche Sprache wieder in der Öffentlichkeit stärker sichtbar zu machen. Niederdeutsch ist den Angaben nach eine geschützte Regionalsprache. In Sachsen-Anhalt ist sie mittlerweile allerdings stark zurückgegangen.

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