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Sachsen-Anhalt Quedlinburg widmet Herrscher zwei Ausstellungen

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Quedlinburg (dpa/sa) - Eine Stadt, ein Herrscher, zwei Kapitel: Quedlinburg widmet Heinrich I. (876-936) zwei Ausstellungen auf dem Schlossberg. Von Sonntag an seien im Schlossmuseum die Schau "919 - plötzlich König" und in der benachbarten Stiftskirche die Ausstellung "Am Anfang war das Grab" zu sehen, teilten Stadt und Evangelische Kirchengemeinde Quedlinburg am Donnerstag mit. Es gehe vor allem um die Umstände der Erhebung des Sachsenherzogs in den Königsstand vor 1100 Jahren und um sein Leben und Wirken. Auch die Entwicklung des Stifts spiele eine große Rolle. Heinrich und seine Frau Mathilde sind in der Kirche beigesetzt.

Die Regierungszeit Heinrichs I. gehöre zu den quellenärmsten des europäischen Mittelalters, hieß es. Die Ausstellungen, die unter der Schirmherrschaft von Ministerpräsident Reiner Haseloff (CDU) stehen, lebten vor allem durch ihre authentische Verortung. Ein Höhepunkt sei ein "lebendes Buch": Dabei handele es sich um eine multimediale Installation, die Buch und Film verbindet. Die beiden Sonderschauen werden bis 2. Februar 2020 präsentiert.

Quedlinburg, dessen historische Altstadt seit 25 Jahren zum Unesco-Welterbe gehört, erlebt in diesem Jahr ein "Superfestjahr". An diesem Wochenende gibt es ein Stadtfest mit dem Titel "Hochkultur trifft Lichtkultur". Vom 31. Mai bis 2. Juni ist die Harzstadt Gastgeber des Sachsen-Anhalt-Tages, außerdem werden bis Jahresende der Welterbetitel und 30 Jahre Friedliche Revolution gefeiert.

Heinrich-Ausstellungen in Quedlinburg

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