Regionalnachrichten

Sachsen-Anhalt Revision nach Urteil gegen Eltern eines toten Kindes

Eine Statue der Justitia hält eine Waage in ihrer Hand. Foto: David-Wolfgang Ebener/dpa/Symbolbild

(Foto: David-Wolfgang Ebener/dpa/Symbolbild)

Magdeburg/Wefensleben (dpa/sa) - Der Prozess gegen die Eltern eines gestorbenen 14 Monate alten Jungen in Wefensleben (Landkreis Börde) geht in die nächste Runde. Die Staatsanwaltschaft habe Revision eingelegt bezüglich des Urteils gegen beide Eltern, ebenso die Verteidigung der Mutter, teilte ein Gerichtssprecher am Dienstag mit. Nun befasse sich der Bundesgerichtshof mit dem Fall. Den Eltern war vorgeworfen worden, dass sie mit ihrem Kind nicht zum Arzt gegangen waren, obwohl es ihm zunehmend schlechter ging. Es starb am 2. September 2020. Im Lauf des Prozesses hatte sich herausgestellt, dass der Junge an Leukämie erkrankt war, die Eltern hatten auf Naturheilmittel gesetzt.

Die Mutter war im März zu zwei Jahren auf Bewährung verurteilt worden, der Vater zu einer Freiheitsstrafe von drei Jahren - wegen versuchten Totschlags durch Unterlassen und fahrlässiger Tötung.

© dpa-infocom, dpa:210323-99-937174/2

Regionales
ntv.de Dienste
Software
ntv Tipp
Newsletter
Ich möchte gerne Nachrichten und redaktionelle Artikel von der n-tv Nachrichtenfernsehen GmbH per E-Mail erhalten.