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Sachsen-Anhalt Romanikpreis für Verein aus Halle, Musikfreunde und Museum

Das Schild

(Foto: Jan Woitas/dpa/Archivbild)

Die Straße der Romanik verbindet in Sachsen-Anhalt 88 Bauwerke in 73 Orten. Jährlich werden Initiativen und Menschen ausgezeichnet, die sich um die Attraktivität der Tourismusroute verdient machen.

Huy (dpa/sa) - Für sein Projekt einer historisch rekonstruierten Schiffsreise zwischen Magdeburg und Merseburg hat der Hanseverein der Stadt Halle die Goldmedaille des Romanikpreises 2021 erhalten. Von 2015 bis 2021 wurde jährlich eine Flussreise von Dom zu Dom angeboten. Damit seien das Wirken des Merseburger Bischofs und Chronisten Thietmar (975-1018) sowie der von ihm eingeleitete Bau des Kaiserdoms gewürdigt worden, teilte der Tourismusverband Sachsen-Anhalt zur Preisverleihung am Samstag mit. Es habe auch Theateraufführungen und Konzerte gegeben. Bauwerke der "Straße der Romanik" hätten einen besonderen Raum eingenommen.

Es ist bereits die 27. Verleihung des Romanikpreises. Gewürdigt werden herausragende Leistungen, die zur Erhöhung der Bekanntheit der Straße der Romanik in Sachsen-Anhalt beitragen. Sie gehört laut Tourismusverband mit jährlich bis zu 1,5 Millionen Besuchern zu den erfolgreichsten Tourismusstraßen Deutschlands. Die Route verbindet 88 Bauwerke in 73 Orten.

Die Silbermedaille vergab die Jury an den Förderverein Musikfreunde EULE-Orgel Zeitzer Dom. Seit seiner Gründung im Jahr 2012 seien in jedem Jahr Orgelkonzerte veranstaltet und Jubiläen wie 25 Jahre "Straße der Romanik" aufgegriffen worden. Auch das jährlich stattfindende Heinrich-Schütz-Musikfest werde in enger Abstimmung mit den Veranstaltern und dem Förderverein geplant.

Den mit 10 000 Euro dotierten Romanik-Sonderpreis vergab Tourismusminister Sven Schulze (CDU) an das Prignitz-Museum am Dom Havelberg im Landkreis Stendal für den Einsatz multimedialer Elemente bei der Neugestaltung der Dauerausstellung. Mit einem Sonderpreis wurde zudem Bärbel Schön aus Haldensleben geehrt, die über viele Jahre eine Reihe von Projekten rund um die Straße der Romanik anstieß.

Zudem wurde ein internationaler Forschungspreis des Europäischen Romanik Zentrums an die französische Kunsthistorikerin Alexandra Sotirakis vergeben. Sie hatte ihre Dissertation über Gewölbechorräume der Romanik verfasst. Den ersten internationalen Transromanica-Preis erhielt das Projekt "Heritage Carers" (Kulturerbepfleger) aus Portugal.

Quelle: dpa

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