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Sachsen-Anhalt Staatsanwaltschaft: Weniger Kriminalität im Vergleich

Spuren eines Brandes sind am abgesperrten Eingangsbereich eines Wohnhauses zu sehen. Foto: Tobias Junghannß/dpa-Zentralbild/dpa

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Naumburg (dpa/sa) - Das Leben in Sachsen-Anhalt ist nach einer Statistik der Justiz in den vergangenen Jahren sicherer geworden. Die Kriminalitätsbelastung pro Kopf ist demnach seit 1995 um etwa ein Viertel zurückgegangen, wie die Generalstaatsanwaltschaft am Donnerstag in Naumburg mitteilte. 1995 seien 14.745 Ermittlungsverfahren pro 100.000 Einwohner gezählt worden, 2020 seien es etwa 10.900 Verfahren gewesen.

Deutlich seltener standen den Angaben zufolge im Langzeit-Rückblick Jugendliche und Heranwachsende als mutmaßliche Täter im Fokus. Im Jahr 2000 etwa hätten sie noch rund 34 Prozent aller Beschuldigten ausgemacht, 2020 nur noch etwa 15 Prozent. Die Jugendkriminalität habe sich damit mehr als halbiert, teilte die Generalstaatsanwaltschaft weiter mit.

Deutlich sei der Rückgang auch in der Untersuchungshaft gewesen: Im Jahr 2000 seien noch 124 Jugendliche in U-Haft genommen worden, 2020 lediglich noch 8. Im Durchschnitt der Jahre 2000 bis 2004 seien es 114 Inhaftierungen gewesen, zwischen 2016 und 2020 nur noch 17.

Insgesamt hätten die vier Staatsanwaltschaften in Sachsen-Anhalt, Halle, Magdeburg, Dessau-Roßlau und Stendal, sowie die Zweigstellen in Naumburg und Halberstadt seit 1992 rund 8,4 Millionen Ermittlungsverfahren bearbeitet und abgeschlossen. Das seien durchschnittlich 290.000 pro Jahr. Dabei sei die Justiz schneller geworden: 1993 sei ein Verfahren nach durchschnittlich 3,5 Monaten erledigt gewesen, im vergangenen Jahr habe die Erledigungsdauer bei 2,1 Monaten gelegen.

© dpa-infocom, dpa:210304-99-682583/4

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