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Sachsen-Anhalt Sterblichkeit Mitte Februar auf normalem Niveau

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Wiesbaden (dpa/sa) - Mitte Februar sind in Sachsen-Anhalt zum ersten Mal seit Monaten ähnlich viele Menschen wie im Durchschnitt der Vorjahre gestorben. In der Woche vom 15. bis 21. Februar - dem letzten Zeitraum, für den auf Länderebene Zahlen vorliegen - starben in Sachsen-Anhalt insgesamt 756 Menschen, wie das Statistische Bundesamt am Dienstag mitteilte - darunter 118 mit oder durch Corona. Das sind vier Todesfälle weniger als im Durchschnitt der vergangenen vier Jahre, und es ist ein starker Gegensatz zu Situation zum Jahresanfang: Auf ihrem Höchststand in der dritten Januarwoche hatte die Sterblichkeit in Sachsen-Anhalt rund 56 Prozent über dem Schnitt der Vorjahre gelegen.

Das Statistische Bundesamt führt diese Entwicklung auf eine ungewöhnlich milde Grippesaison zurück: Die Aktivität der zu dieser Jahreszeit üblichen Atemwegserkrankungen sei auf einem vorher nie erreichten, niedrigen Niveau. Das gelte gerade im Vergleich mit den Jahren 2017 und 2018, die durch starke Grippewellen gezeichnet waren. So hätten die Sterbefallzahlen trotz der Corona-Pandemie unter den Durchschnitt der Vorjahre fallen können.

Bundesweit lässt sich dieser Trend bis Mitte März zurückverfolgen. Demnach sind in ganz Deutschland in der zweiten Märzwoche insgesamt zwölf Prozent weniger Menschen als im Vergleichszeitraum gestorben. Die Zahl der Corona-Todesfälle, die sich bis Ende Februar berechnen lässt, ging ebenfalls zurück: Nach den jüngsten Hochrechnungen starben in der letzten Februarwoche bundesweit 1493 Menschen mit oder durch Corona, das waren 386 Tote weniger als in der Vorwoche. Insgesamt liegt die Zahl der Sterbefälle in diesem Jahr allerdings immer noch vier Prozent über dem Durchschnitt der Vorjahre.

© dpa-infocom, dpa:210323-99-942119/2

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