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Sachsen-Anhalt Terror in Halle beschäftigt Innenausschuss des Bundestages

Blumen und Kerzen erinnern vor dem Kiez Döner an die Opfer des rechtsextremen Anschlags in Halle. Foto: Hendrik Schmidt/dpa-Zentralbild/dpa/Archivbild

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Berlin (dpa/sa) - Eine Woche nach dem Terroranschlag in Halle beschäftigt sich der Innenausschuss des Bundestages heute mit dem Attentat. Wie aus Ausschusskreisen bekannt wurde, soll in der nicht-öffentlichen Sitzung unter anderem ein Vertreter des Generalbundesanwalts Auskunft geben.

Am vergangenen Mittwoch hatte ein schwer bewaffneter Deutscher in Halle an der Saale versucht, in eine Synagoge zu gelangen, in der sich mehr als 50 Gläubige aufhielten. Als der Versuch scheiterte, erschoss er eine 40 Jahre alte Frau und kurz darauf einen 20 Jahre alten Mann in einem nahe gelegenen Dönerladen. Auf seiner Flucht verletzte der Mann ein Ehepaar schwer. Der 27-Jährige hat die Tat aus antisemitischen und rechtsextremen Motiven gestanden. Er sitzt in Untersuchungshaft.

Für die kommenden Tage wurden mehrere Veranstaltungen in Gedenken an die Opfer angekündigt. So soll etwa am Freitag in Merseburg eine Trauerfeier für den erschossenen Mann stattfinden, wie es von der Stadt hieß. Für Samstag haben Medien aus Sachsen-Anhalt gemeinsam mit der Stadt Halle ein kostenloses Gedenkkonzert in Halle organisiert.

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