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Sachsen-Anhalt Tod auf der Gassirunde in Zahna: DNA-Massentest angeordnet

Blaulichter leuchten auf einem Streifenwagen der Polizei. Foto: Jens Büttner/zb/dpa/Archivbild

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Zahna-Elster/Dessau-Roßlau (dpa/sa) - 13 Monate nach dem gewaltsamen Tod eines Rentners in Zahna-Elster (Landkreis Wittenberg) hat das Amtsgericht in Dessau einen DNA-Massentest angeordnet. Für die freiwillige Abgabe einer Speichelprobe kämen rund 1900 männliche Personen ab 15 Jahre in Betracht, wie aus einer gemeinsamen Erklärung von Staatsanwaltschaft und Polizei in Dessau-Roßlau hervorgeht. Hintergrund ist die Sicherstellung unbekannter biologischer Spuren an der Kleidung des Getöteten. Mutmaßlich stammen sie vom Täter.

Der 77-Jährige hatte den Angaben zufolge am frühen Morgen des 27. Januar 2019 mit seinem Hund das Wohnhaus für eine Gassirunde verlassen. Der Hund war allein zurückgekehrt - eine Suche mit Hubschraubern und Hunden nach seinem Herrchen war erfolglos geblieben. Einen Tag später war die Leiche des Mannes in einem Flutgraben außerhalb von Zahna gefunden worden. Die Obduktion hatte ergeben, dass der Rentner ertrunken war. Zuvor war er durch stumpfe Gewalt schwer verletzt worden, hieß es.

Der Massen-Gentest wird den Angaben zufolge in mehreren Schritten ablaufen. Der Beginn sei für die Woche ab 9. März vorgesehen. Es werde im unmittelbaren Wohnumfeld des Getöteten begonnen. Für die Untersuchungen und den Abgleich mit den DNA-Spuren am Toten sei das Landeskriminalamt zuständig. Das dauere etwa zwei Wochen, hieß es. Gebe es in der ersten Phase keinen Treffer, werde das Untersuchungsgebiet erweitert. Wer eine Speichelprobe abgibt, müsse seine Freiwilligkeit schriftlich erklären, hieß es.

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