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Sachsen-Anhalt Tod eines 36-Jährigen nach Polizeieinsatz: Obduktion

Ein Blaulicht leuchtet auf dem Dach eines Polizeiwagens.

(Foto: David Inderlied/dpa/Symbolbild)

Weißenfels/Halle (dpa/sa) - Eine Obduktion soll die Todesursache des 36-Jährigen klären, der nach einer Auseinandersetzung mit Polizeibeamten in Weißenfels das Bewusstsein verloren hat und zwei Tage später im Krankenhaus gestorben ist. Mit dem Ergebnis der Untersuchung werde in den kommenden Tagen gerechnet, sagte ein Sprecher der Staatsanwaltschaft Halle am Dienstag. Er sagte, es gebe Anhaltspunkte dafür, dass der Mann zum Zeitpunkt der Festnahme unter Drogeneinfluss stand. Der 36-Jährige sei vielfach vorbestraft unter anderem wegen Drogenbesitzes.

Gegen zwei beteiligte Polizeibeamte werde zunächst wegen Körperverletzung im Amt ermittelt, sagte der Sprecher weiter. Ermittlungsverfahren gegen den Verstorbenen wegen versuchten Einbruchdiebstahls und Widerstandes gegen Vollstreckungsbeamte würden eingestellt. Gegen Verstorbene wird nicht ermittelt.

Angaben der Polizei zufolge hatte der 36-Jährige am Samstagmittag versucht, über einen Balkon in eine Wohnung in einem Mehrfamilienhaus einzubrechen. Nach dem derzeitigen Ermittlungsstand hätten die beiden herbeigerufenen Beamte den Mann aufgefordert, von der Brüstung herunterzukommen. Als er unten gewesen sei, habe der Tatverdächtige versucht zu flüchten und sich heftig zur Wehr gesetzt. Es seien polizeiliche Zwangsmaßnahmen eingesetzt worden. Der 36-Jährige habe das Bewusstsein verloren, der Rettungsdienst habe ihn in ein Krankenhaus gebracht. Dort starb der Mann am Montag. Die Ermittlungen werden von der Polizeiinspektion Dessau-Roßlau geführt.

Quelle: dpa

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