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Sachsen-Anhalt Universitätsklinikum Magdeburg will wachsen und neu bauen

Ärztlicher Direktor des Universitätsklinikums Magdeburg Professor Hans-Jochen Heinze in Magdeburg. Foto: Ronny Hartmann/dpa-Zentralbild/ZB/archivbild

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Magdeburg (dpa/sa) - Die Universitätsmedizin Magdeburg setzt die Zeichen auf Wachstum und plant einen neuen Komplex für die Patientenversorgung. Der Neubau sei zum einen notwendig, weil in alten Häusern Probleme etwa mit Brandschutz und Hygiene zwar kontrolliert, aber nicht abgestellt werden könnten, sagte der Ärztliche Direktor des Universitätsklinikum Magdeburg, Hans-Jochen Heinze, am Freitag in Magdeburg. Zudem würden durch ein neues integriertes Notfallzentrum künftig nicht nur 30 000 Patienten im Jahr behandelt wie jetzt, sondern bis zu 100 000. "Das bedeutet, dass wir ganz andere Anforderungen an unsere Bettenkapazität haben", erklärte Heinze.

Das Gesamtkonzept des neuen Hauses 60c solle in der kommenden Woche ausgeschrieben werden. Die genaue Gestaltung werde noch entwickelt. Heinze betonte: "Wenn wir auch in Zukunft beim Kampf um die besten Köpfe bestehen wollen, dann müssen wir einfach auch die entsprechenden baulichen und organisatorischen Voraussetzungen schaffen."

Das Universitätsklinikum und das städtische Klinikum Magdeburg streben eine Fusion an. In Halle, wo das zweite Uniklinikum des Landes steht, hätten die Pläne zu Irritationen geführt, weil dort Auswirkungen auf die Ausbildung von Studentinnen und Studenten befürchtet würden, sagte der Ärztliche Direktor weiter. Die Dekanin der Medizinischen Fakultät, Daniela Dieterich, erklärte, die Zahl der Studenten errechne sich im klinischen Abschnitt vor allem aus der Bettenanzahl. Wie sich die Zahlen künftig berechneten, sei noch nicht klar, weil das abhängig sei von der Rechtsform nach einer Fusion.

Heinze sagte, das Uniklinikum müsse nach Größe streben. "Je größer ein Uniklinikum ist, ganz allgemein, desto höher ist die Qualität." In Deutschland gebe es starke Fusionsbestrebungen. Er persönlich sei auch der Meinung, dass man über eine Universitätsmedizin Sachsen-Anhalt nachdenken müsse.

© dpa-infocom, dpa:210319-99-891783/2

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