Regionalnachrichten

Sachsen-Anhalt Verband: Sachsen-Anhalt mit hohem Anteil Einkommensarmer

Eine Frau hält Bargeld in der Hand bereit.

(Foto: Jonas Walzberg/dpa/Symbolbild)

Magdeburg/Berlin (dpa/sa) - Einem Bericht des Paritätischen Wohlfahrtsverbands zufolge gehört Sachsen-Anhalt zu den Bundesländern mit einem besonders hohen Anteil einkommensarmer Menschen. Während die Armutsgefährdungsquote 2021 bundesweit mit 16,6 Prozent einen neuen Höchststand erreichte, lag sie in Sachsen-Anhalt bei 19,5, wie der Verband bei der Vorstellung des "Armutsbericht 2022" am Mittwoch in Berlin mitteilte. Nur in Berlin (19,6 Prozent) und Bremen (28,0 Prozent) habe sie höher gelegen. Deutlich unter dem Schnitt liegen hingegen Bayern (12,6), Baden-Württemberg (13,9), Brandenburg (14,5) und Schleswig-Holstein (15,0 Prozent).

Der Bericht beruht auf Zahlen des Statistischen Bundesamts. Armut wird in wohlhabenden Ländern wie Deutschland nicht über direkte Not wie Hunger oder Obdachlosigkeit definiert. Im Zentrum steht vielmehr die Frage, ob das Haushaltseinkommen für gesellschaftliche Teilhabe reicht. Die Armutsgefährdungsquote gibt dabei den Anteil der Bevölkerung an, der mit weniger als 60 Prozent des mittleren Einkommens auskommen muss.

Aus Sicht des Paritätischen Wohlfahrtsverbands hat sich die soziale Ungleichheit durch die Corona-Pandemie deutlich verschärft. Angesichts der aktuell hohen Inflationsrate rechnet der Verband mit einer weiteren Verschärfung der Lage und fordert von der Bundesregierung ein zielgerichtetes Entlastungspaket für einkommensarme Haushalte.

Quelle: dpa

Regionales
ntv.de Dienste
Software
Social Networks
Newsletter
Ich möchte gerne Nachrichten und redaktionelle Artikel von der n-tv Nachrichtenfernsehen GmbH per E-Mail erhalten.
Nicht mehr anzeigen