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Sachsen-Anhalt Verein will nach Halle-Tat Videoüberwachung vor Synagoge

Eine neue Überwachungskamera mit acht Objektiven. Foto: Frank Rumpenhorst/dpa

(Foto: Frank Rumpenhorst/dpa)

Eisleben (dpa/sa) - Der Verein "Eisleber Synagoge" will das örtliche Gotteshaus nach dem rechtsextremen Angriff auf eine Synagoge in Halle mit eine Kamera absichern. 2010 habe es einen Brandangriff auf das Gotteshaus in Eisleben gegebenen, 2012 seien Hakenkreuze an die Synagoge geschmiert worden und 2015 sei ein Schweineohr an die Türe geschraubt worden, sagte Rüdiger Seidel, der für den Verein spricht, am Samstag. Seit Jahren gebe es Straftaten, die sich gegen die Synagoge richteten.

Die Synagoge steht in der Geburtsstadt des Täters von Halle, Stephan B.. In seiner Jugend lebte dieser in Helbra, nur wenige Kilometer von Eisleben entfernt.

B. hatte am Mittwoch zunächst versucht, sich mit Waffengewalt Zutritt zu einer Synagoge in Halle zu verschaffen. Als ihm dies jedoch nicht gelang, erschoss er eine Passantin und einen jungen Mann in einem Döner-Imbiss. Nach Einschätzung der Ermittler wollte B. bei dem Anschlag ein Massaker anrichten und Nachahmer zu ähnlichen Taten anstiften. Er hat einumfangreiches Geständnis abgelegt und dabei nach Angaben der Bundesanwaltschaft ein rechtsextremistisches, antisemitisches Motiv bestätigt.

Homepage des Vereins „Eisleber Synagoge e.V."

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