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Sachsen-Anhalt Verfahrensdauer an Verwaltungsgerichten steigt

Paragrafen-Symbole sind an Türgriffen am Eingang zu einem Gericht angebracht. Foto: Oliver Berg/dpa/Archivbild

(Foto: Oliver Berg/dpa/Archivbild)

Magdeburg (dpa/sa) - Der Präsident des Oberverwaltungsgerichts, Oliver Becker, ist angesichts der Belastung der Verwaltungsgerichte in Sachsen-Anhalt besorgt. Trotz hohen persönlichen Einsatzes der Richter und anderen Mitarbeiter sei der Abbau der Verfahren gegen Mitte des Jahres 2019 nahezu zum Stillstand gekommen, teilte Becker am Mittwoch in Magdeburg mit.

Ende 2019 seien noch rund 2400 Asylverfahren und etwa 3000 allgemeine Verfahren bei den Verwaltungsgerichten anhängig gewesen. Ein Jahr zuvor waren es laut Jahresbericht noch je etwas mehr als 3000 allgemeine und Asylverfahren.

Der Anteil der Verfahren, die länger als ein oder sogar zwei Jahre liefen, sei im Vergleich zu allen anderen Gerichtsbarkeiten der zweithöchste nach den Sozialgerichten. Die Verfahrensdauer sei auf durchschnittlich etwa 15 bis 16 Monate gestiegen. Ein Jahr zuvor hatte sie dem Jahresbericht zufolge bei 13 bis 14 Monaten gelegen.

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