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Sachsen-Anhalt Webel: Entscheidung über neuen A14-Zubringer fällt 2020

Thomas Webel. Foto: Peter Gercke/zb/dpa/Archivbild

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Magdeburg (dpa/sa) - Die Menschen in Stendal sollen im kommenden Jahr erfahren, ob sie vom Zubringer-Verkehr der künftigen Autobahn 14 entlastet werden. Das sagte Verkehrsminister Thomas Webel (CDU) am Mittwoch bei einer Fragestunde im Magdeburger Landtag. Dabei geht es um eine Umgehungsstraße, die Stendal und den Ortsteil Uenglingen vom Durchgangsverkehr entlasten soll.

Letzterer liegt direkt an der Landesstraße 15, die künftig als Zufahrt zur A14 dienen soll. Die Anwohner befürchteten neue Gefahren, zusätzlichen Lärm und Abgase, wenn täglich viele Lastwagen und Schwertransporte durch den Ort rollen, schilderte der SPD-Abgeordnete Falko Grube. Sie hoffen auf eine neue Landesstraße, die den Verkehr an Stendal und Uenglingen vorbeiführt.

Eine Umgehungsstraße könne er nicht einfach anordnen, entgegnete Verkehrsminister Webel. Stattdessen müsse eine Verkehrsprognose die Frage beantworten, ob eine Ortsumgehung in einem vernünftigen Kosten-Nutzen-Verhältnis stehe. Diese Prognose solle nächstes Jahr vorliegen, so Webel. "Wenn sie positiv ist, dann wird die Straßenbaubehörde das auch anordnen." Planung und Genehmigung könnten jedoch noch einmal mehrere Jahre dauern.

Die A14 verbindet schon lange das Dreieck Nossen im sächsischen Kreis Leipzig mit Halle und Magdeburg. Derzeit wird eine Nordverlängerung gebaut. Zwischen der brandenburgischen Prignitz und Schwerin ist sie schon befahrbar. In Sachsen-Anhalt sind die Bauarbeiten für die insgesamt fast 100 Kilometer lange Strecke massiv im Verzug, auch weil Naturschützer und Anwohner gegen die Pläne klagen.

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