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Sachsen-Anhalt Weiter Chance auf Förderung für Kleinstprojekte

Eine Frau hält ein Portemonnaie in der Hand, in dem Geldscheine stecken.

(Foto: Monika Skolimowska/dpa-Zentralbi)

Vereine benötigen nicht immer das ganz große Geld. Oft reichen ein paar Euro für kleinste Vorhaben. Nach dem Ende eines Modellprojekts geht es mit den unkomplizierten Zuwendungen vom Land weiter - und das zweifach.

Halle (dpa/sa) - Kleinstprojekte aus dem Bereich Kultur haben weiter Chancen auf eine einfache, unbürokratische Förderung durch das Land. Auf den 2020 als Modellprojekt gestarteten und bereits ausgelaufenen Mikrokulturfonds folge ein Sonderfonds Mikrokultur für Vorhaben und Investitionen mit Corona-Bezug, teilte der Landesheimatbund Sachsen-Anhalt in Halle mit, der für Anträge, Projektbegleitungen, Abrechnungen und Sachberichte zuständig ist.

Für kleine Projekte können 1500 Euro und für Investitionen 3000 Euro beantragt werden. Vorausgesetzt, sie dienten der "Abfederung von Corona-Folgen", hieß es. Nach Angaben des Ministeriums für Kultur in Magdeburg stehen den Angaben zufolge dafür im Rahmen des Corona-Sondervermögens von 2022 bis 2026 jährlich 55.000 Euro bereit. Anträge können von Vereinen und Einzelpersonen gestellt werden.

Unterstützt werden zum Beispiel Veranstaltungen, die wegen der Pandemie bisher nicht stattfinden und deshalb keine Einnahmen erwirtschaften konnten. Geld könne es auch für die Schaffung einer "Pandemie-Resilienz für die Vereinsarbeit" geben, hieß es. Hierbei gehe es beispielsweise um neue Formate, die ein "Engagement auf Abstand" möglich machen. Auch Digitalisierungsmaßnahmen seien förderfähig, hieß es. In Kürze will der Landesheimatbund eigenen Angaben zufolge alle Infos zum Sonderfonds öffentlich machen.

Ab 2023 soll zudem wieder ein Mikrokulturfonds als Regelfonds mit einer Förderung von 1000 Euro pro Projekt greifen. Auch hier ist der Landesheimatbund als Teil der Landesarbeitsgemeinschaft Bürgerschaftliches Engagement im Kulturbereich federführend. Vorbehaltlich der Haushaltsentscheidung soll der Fördertopf laut Ministerium im kommenden Jahr mit 20.000 Euro gefüllt werden. Auch darüber hinaus plane das Land die Bereitstellung von Geld, um die "niedrigschwellige Förderung von Mikroprojekten zu ermöglichen."

Während der Pilotphase gab es für Projekte im Kulturbereich Beträge zwischen 100 und 1000 Euro. Die Antragsfrist hierfür endete Mitte Juni. Laut Ministerium wurden im Förderzeitraum von 2020 bis 2022 einhundert Projekte mit knapp 70.500 Euro unterstützt. Ziel sei es gewesen, kleine und kleinste Vorhaben mit dem Fonds in Gang zu setzen, um sie "Gestalt annehmen zu lassen." Da es sich als Erfolg erwiesen hat, gehe die Förderung weiter, hieß es.

Quelle: dpa

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