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Sachsen-Anhalt Weniger Ratsuchende bei Schwangerschaftsberatungsstellen

Broschüren einer Schwangerschaftsberatung stecken in einem Display.

(Foto: Marijan Murat/dpa/Archivbild)

Rund um Fragen zu Familienplanung, Sexualität und Schwangerschaft gibt es ein landesweites Netz von Beratungsstellen. Allerdings wird es seit mehreren Jahren weniger genutzt, wie die Statistik zeigt.

Halle (dpa/sa) - Die Schwangerschaftsberatungsstellen in Sachsen-Anhalt werden von immer weniger Menschen aufgesucht. Im vergangenen Jahr wurden dort 20.567 Personen beraten, wie das Landesverwaltungsamt in Halle auf Nachfrage mitteilte. Im Jahr zuvor waren es noch gut 22.300 Menschen und 2018 fast 25.400. Wegen einer Schwangerschaftskonfliktberatung kamen im vergangenen Jahr 4259 Frauen, 2018 waren es noch rund 4740 gewesen. Landesweit gibt es 39 Schwangerschaftsberatungsstellen mit insgesamt 56,5 Personalstellen. Diese Zahlen sind den Angaben zufolge konstant.

Das Themen-Spektrum in den Beratungsstellen ist groß und reicht deutlich über die Beratung bei einem Schwangerschaftskonflikt hinaus. Den beratenen Personen ging es im vergangenen Jahr in fast 18.700 Fällen um sozialrechtliche Informationen, in gut 13.300 Fällen um Stiftungsanträge und etwa 13.600 Mal um die Durchsetzung sozialrechtlicher Ansprüche - also jeweils um Unterstützung in einer schwierigen Lebenslage.

Erst an vierter Stelle der am häufigsten genannten Anliegen kam die persönliche Konfliktlage (rund 7850 Mal). Mehrfachnennungen sind möglich. Um Partnerschaft und Familie direkt ging es der Statistik zufolge mehr als 6900 Ratsuchenden.

Einen Rückgang gab es dem Landesverwaltungsamt zufolge in nahezu allen Themengebieten. Auch Gesprächsinhalte wie medizinische Aspekte von Schwangerschaft und Entbindung, Fragen zum Abbruch, Familienplanung, Erziehung und Sexualität spielten eine geringere Rolle. Zu den gut 20.000 Ratsuchenden gehörten im vergangenen Jahr etwa 700 Minderjährige. Unter ihnen waren 138 Schwangere mit Bedarf an einer Konfliktberatung, aber auch 226 Nichtschwangere und 70 Männer.

Quelle: dpa

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