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Sachsen-Anhalt Wieder weniger Geburten in Sachsen-Anhalt

Ein Schild weist auf die Notaufnahme eines Krankenhauses hin.

(Foto: Julian Stratenschulte/dpa/Symbol)

Halle (dpa/sa) - In Sachsen-Anhalt hat sich der Geburtenrückgang seit 2017 fortgesetzt. Im vergangenen Jahr seien 16.024 Babys lebend zur Welt gekommen, teilte das Statistische Landesamt am Freitag mit. Das seien 89 Kinder (0,6 Prozent) weniger gewesen als noch 2020. Die Zahlen entwickelten sich gegenläufig zum Bundestrend. Deutschlandweit habe es im Vergleich zum Vorjahr 2,9 Prozent mehr Geburten gegeben.

Das Statistische Landesamt wies darauf hin, dass die Zahl der Frauen im gebärfähigen Alter zwischen 15 und 50 Jahren maßgeblich ist für die Anzahl der Geburten. In Sachsen-Anhalt habe es Ende 2021 rund 362 200 Frauen in dieser Altersgruppe gegeben, 40 Jahre zuvor seien es noch etwa 759.000 gewesen. Die Anzahl dieser potenziellen Mütter habe sich in den vergangenen 40 Jahren also mehr als halbiert.

Eine maßgebliche Ursache sei die Abwanderung junger Frauen aus Sachsen-Anhalt. Allein zwischen 1991 und 2013 habe das Land so rund 127.000 potenzielle Mütter verloren. Der Trend halte an: Bis 2035 werde die Zahl der Frauen zwischen 15 und 50 Jahren um weitere 13 Prozent auf rund 316.000 zurückgehen.

Quelle: dpa

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