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Sachsen-Anhalt Zentrum Kulturgutverluste: Vier Millionen Euro Förderung

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Magdeburg (dpa/sa) - Das in Magdeburg ansässige Deutsche Zentrum Kulturgutverluste hat in diesem Jahr vier Millionen Euro Fördergeld zur Verfügung gestellt. Unterstützt werde damit die Forschung zu Herkunft und Verbleib von Kulturgütern, die zur NS-Zeit zum Beispiel jüdischen Kunstsammlern geraubt wurden, teilte die Einrichtung am Dienstag mit. Als Beispiel wurde die Sammlung orientalischer und ostasiatischer Kunst des Mainzers Felix Ganz genannt, der gemeinsam mit seiner Frau Erna 1944 in Auschwitz ermordet wurde und dessen Eigentum die Nationalsozialisten stahlen.

Seit 2008 fördern Bund und Länder Projekte zur sogenannten Provenienzforschung, bis heute mit insgesamt 31,7 Millionen Euro. Mit dem Geld konnten demnach 331 Projekte realisiert werden. National und international ist das Deutsche Zentrum Kulturgutverluste in Magdeburg der zentrale Ansprechpartner zu allen Fragen unrechtmäßig entzogenen Kulturgutes im 19. und 20. Jahrhundert.

Deutsches Zentrum Kulturgutverluste im Internet

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