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Sachsen AfD-Mann wirft sächsischer Regierung "Impf-Apartheid" vor

Der AfD-Landtagsabgeordnete Thomas Prantl in Dresden. Foto: Sebastian Kahnert/dpa-Zentralbild/ZB/Archivbild

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Dresden (dpa/sn) - Der AfD-Landtagsabgeordnete Thomas Prantl hat der sächsischen Regierung in der Corona-Pandemie "Impf-Apartheid" vorgeworfen und damit einen fragwürdigen Vergleich angestellt. Die Apartheidspolitik war ein international weitgehend geächtetes Vorgehen der weißen Bevölkerungsminderheit in Südafrika vor allem gegen die schwarze Mehrheit, aber auch gegen andere Ethnien. Prantl sprach am Donnerstag im Landtag in Dresden zu einem Antrag seiner Partei, in dem ein Ende von "Corona-Zwangsmaßnahmen" gefordert wurde. Dabei warnte er auch vor dem 2G-Modell, das nur Genesenen und Geimpften Zutritt zu bestimmten Veranstaltungen gewährt.

Prantls Beitrag sorgte bei anderen Fraktionen für Widerspruch. Die AfD sei Teil des Problems, nicht der Lösung, sagte die SPD-Politikerin Simone Lang. Prantl bezweifelte unter anderem den Sinn von Schutzmasken und unterstellte Gesundheitsministerin Petra Köpping (SPD), "wehrlosen Kindern das freie Atmen" zu verbieten. Das Handeln der Regierung grenze an Kindeswohlgefährdung.

Köpping bezeichnete die Argumentation der AfD als menschenverachtend. Wer wie AfD-Fraktionschef Jörg Urban behaupte, Corona sei nur ein Spektakel, verunsichere Menschen und verursache, dass sie sich einer gesundheitlichen Gefahr aussetzten. Köpping ging auch auf Zweifel Urbans am Sinn der Schutzimpfung ein und konterte mit Zahlen. Bei Ungeimpften betrage die Sieben-Tage-Inzidenz aktuell 94, bei Geimpften nur 15. Derzeit würden in Krankenhäusern fast nur noch ungeimpfte Menschen behandelt. Die höchste Inzidenz gebe es momentan dort, wo die geringste Impfquote zu verzeichnen sei - im Erzgebirge.

© dpa-infocom, dpa:210930-99-430013/2

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