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Sachsen Anklage gegen weitere mutmaßliche Dresdner Hausbesetzer

Die Statue der Justitia mit einer Waage und einem Schwert in der Hand. Foto: Arne Dedert/dpa/Symbolbild

(Foto: Arne Dedert/dpa/Symbolbild)

Dresden (dpa/sn) - Die Staatsanwaltschaft Dresden hat Anklage gegen zwölf weitere mutmaßliche Hausbesetzer erhoben. Die acht Frauen und vier Männer zwischen 22 und 33 Jahren werden des gemeinschaftlichen Hausfriedensbruchs und der gemeinschaftlichen Sachbeschädigung beschuldigt, wie die Justizbehörde am Freitag mitteilte. Ihnen wird vorgeworfen, am 24. August gewaltsam in ein leerstehendes und umzäuntes Haus eingedrungen zu sein. Erst am Mittwoch hatte das Amtsgericht zwei Männer wegen einer Hausbesetzung verurteilt.

Nach Überzeugung der Ermittler haben sie die Eingangstür aufgebrochen und im Treppenhaus Barrikaden aus Sperrholz errichtet, um die erwartete Räumung zu erschweren. Nach längeren Gesprächen mit der Polizei hätten sie das Gebäude dann verlassen. Laut Staatsanwaltschaft entstand im Zuge der illegalen Hausbesetzung vorsätzlich ein Schaden von rund 20 000 Euro. Die Beschuldigten sind auf freiem Fuß.

Eine 30- und ein 31-Jähriger waren am Mittwoch im Zusammenhang mit der friedlichen Besetzung dreier Villen in Dresden zu Geldstrafen verurteilt worden, die zur Bewährung ausgesetzt wurden. Dabei hatte der Richter das gemeinnützige und friedliche Engagement der nicht vorbestraften Mitgliedern der Initiative "Wir besetzen Dresden" gelobt, aber die Wahl ihrer Mittel kritisiert. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.

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