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Sachsen Auto im Schlossteich: Chemnitz will Kulturhauptstadt werden

Das Kunstwerk

(Foto: Hendrik Schmidt/dpa-Zentralbild/dpa)

Chemnitz (dpa/sn) - Rund zweieinhalb Monate vor der Entscheidung über den deutschen Repräsentanten als Europas Kulturhauptstadt 2025 geht Bewerber Chemnitz mit einem weiteren internationalen Kulturprojekt in die Offensive. Parallel zum Festival "Begehungen" beginnt am Samstag die Ausstellung "Gegenwarten/Presences". Unter Federführung der Kunstsammlungen Chemnitz sind bis zum 25. Oktober über das Stadtgebiet verteilt Interventionen, Skulpturen, Installationen und Performances von 20 Künstlern und Kollektiven zu sehen.

Das Projekt bilde eine wichtige Etappe in der Bewerbung von Chemnitz als Kulturhauptstadt Europas 2025, teilten die Kunstsammlungen am Donnerstag nach einer Vorab-Präsentation mit. Zu den auffälligsten Objekten der Schau im öffentlichen Raum gehört ein im Schlossteich versenkter Pkw, der bereits in den vergangenen Tagen große Aufmerksamkeit erregt hatte. "Versinken" hat der Schweizer Künstler Roman Signer seine Arbeit genannt.

Die niederländische Künstlergruppe Observatorium hat ein dreibogiges Holztor mit dem Namen "Wandelgang" und der philosophischen Frage "Was beginnt am Ende, was hört am Anfang auf?" an einer Innenstadt-Straße aufgestellt. Die Künstler hätten sich mit ihren ortsspezifischen Arbeiten mit den jeweiligen historischen und gesellschaftlichen, politischen und urbanen Fragen der Stadt auseinandergesetzt, teilten die Kunstsammlungen mit. Es gehe dabei um Chemnitz, das 37 Jahre lang Karl-Marx-Stadt hieß, mit seiner Vergangenheit und Gegenwart, mit den Wandlungen, Brüchen und Veränderungen.

Chemnitz konkurriert im Endausscheid mit Hannover, Hildesheim, Magdeburg und Nürnberg um den Titel als Kulturhauptstadt Europas 2025. Bis zum 21. September müssen die abschließenden Bewerbungsunterlagen bei der Kulturstiftung der Länder eingereicht werden. Die international besetzte Jury berät vom 26. bis 28. Oktober in Berlin über die Bewerbungen. Die Entscheidung soll am 28. Oktober verkündet werden.

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