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Sachsen Bauern: Schließung der Wochenmärkte nicht nachvollziehbar

Ein Markthändler gibt mit Handschuhen eine Tüte an eine Kundin. Foto: Sebastian Gollnow/dpa

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Dresden (dpa/sn) - Der sächsische Landesbauernverband hat die Schließung der Wochenmärkte im Freistaat scharf kritisiert. "Die Maßnahme ist eine Katastrophe und es ist nicht nachvollziehbar, warum Sachsen als einziges Bundesland eine solche Anordnung erlässt", sagte Hauptgeschäftsführer Manfred Uhlemann am Donnerstag der dpa. Zum einen käme die frische Ware direkt aus der Region. Zum anderen sei die Ansteckungsgefahr im Freien nicht größer als in Supermärkten. Auch auf Wochenmärkten könnten die Desinfektionsregeln eingehalten und Abstandsvorgaben zwischen den Kunden so gar noch günstiger gestaltet werden.

Außerdem stellten Wochenmärkte gerade im ländlichen Raum für viele Menschen ein unverzichtbares Angebot zur Versorgung mit Lebensmitteln dar, so Uhlemann. Sein Verband und der Landesfischereiverband haben sich mit einem Brief an Gesundheitsministerin Petra Köpping (SPD) gewandt und gebeten, die Regelung noch einmal zu überprüfen und zurückzunehmen, sagte der Hauptgeschäftsführer.

Bereits am Vortag hatte es Kritik zu der Verfügung des Freistaates von Mitte der Woche gegeben, so vom Handwerk.

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