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Sachsen Breiter gesellschaftlicher Widerstand gegen Pegida

Björn Höcke (AfD) spricht vor einem Mikrofon. Foto: Bodo Schackow/dpa/Archivbild

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Dresden (dpa/sn) - In Dresden formiert sich breiter gesellschaftlicher Widerstand gegen eine für diesen Montag geplante Demonstration der islam- und ausländerfeindlichen Pegida-Bewegung. Unter dem Motto "Demokratie braucht Rückgrat" riefen am Sonntag die Kreisverbände der Dresdner CDU und FDP sowie die Sächsische Bibliotheksgesellschaft (SäBiG) zur Kundgebung auf dem Neumarkt auf. Unterstützt wird die Demonstration vom Landesverband Sachsen der Jüdischen Gemeinden, der Katholischen Kirche in Sachsen sowie der Evangelisch-Lutherischen Landeskirche Sachsen.

Der Aufruf ist eine Reaktion auf die von Pegida geplante 200. Kundgebung seit Herbst 2014. Dazu wird auch der Thüringer AfD-Chef Björn Höcke erwartet. "Wir müssen gemeinsam friedlich die Courage haben, Menschen wie Herrn Höcke ein klares Nein zu erwidern, wenn wieder in Deutschland rechte Parolen verbreitet werden", sagte Eric Hattke, Geschäftsführer der Bibliotheksgesellschaft. Zuvor hatte bereits das Bündnis "Dresden Nazifrei" zum Protest aufgerufen.

Die Organisatoren der Demonstration "Demokratie braucht Rückgrat" rechnen mit rund 1000 Teilnehmern. "Ziel ist es, gemeinsam mit vielen Dresdnerinnen und Dresdnern an diesem Tag für demokratische Grundwerte ein- und als Bürgergesellschaft zusammenzustehen", teilte die Dresdner CDU mit. Zu den Unterstützern gehören als Privatpersonen unter anderem Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer, mehrere Minister seiner Regierung, der Dresdner Oberbürgermeister Dirk Hilbert sowie der frühere Bundesinnenminister Gerhart Baum und der neue Ost-Beauftragte der Bundesregierung, Marco Wanderwitz.

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