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Sachsen Bund fördert Zentrum für Presse- und Medienfreiheit

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Berlin/Leipzig (dpa/sn) - Das Europäische Zentrum für Presse- und Medienfreiheit in Leipzig wird mit insgesamt 100 000 Euro aus dem Etat der Staatsministerin für Kultur und Medien, Monika Grütters, gefördert. "Ein transnationales Zentrum, das die Pressefreiheit pflegt, ist dringend notwendig", sagte die CDU-Politikerin laut Mitteilung zum Internationalen Tag der Pressefreiheit am Freitag in Berlin.

Die Einrichtung verstehe sich als eine offene Plattform zum Thema Medienfreiheit, sammle Daten zu Angriffen auf Medienschaffende und gebe ihnen die Möglichkeit, sich international zu vernetzen. Für verfolgte Journalisten sei das Zentrum auch ein Refugium, in dem sie temporär in Deutschland Zuflucht finden könnten.

"Die Freiheit der Presse und damit ein unabhängiger Journalismus sind Voraussetzung einer informierten Öffentlichkeit und grundlegend für unsere Demokratie", sagte Grütters weiter. Durch die Vielfalt der Medienlandschaft könnten sich die Menschen eine Meinung bilden, und davon profitierten alle. Sorge mache die Bedrohung der Pressefreiheit in vielen Teilen der Welt, vor allem in der Türkei, aber auch in Deutschland und Österreich müsse diese verteidigt werden.

Angesichts dessen sei auch die Arbeit der Deutschen Welle weltweit notwendiger denn je: "Ihr Angebot ist oftmals die einzige Alternative zu gezielter Desinformation und staatlicher Propaganda." Grütters will den Sender deshalb weiter stärken.

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