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Sachsen Chemnitz will Kulturhauptstadt 2025 werden

Barbara Ludwig (SPD), Oberbürgermeisterin von Chemnitz, spricht. Foto: Jan Woitas/zb/dpa/Archivbild

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Annaberg-Buchholz (dpa/sn) - Die Stadt Chemnitz will bei der Bewerbung zur Kulturhauptstadt die Region miteinbeziehen. "Wir haben eine größere Chance den Titel gemeinsam zu erringen - mit der Region sind wir stärker", sagte die Chemnitzer Oberbürgermeisterin Barbara Ludwig (SPD) nach einem Arbeitstreffen mit Vertretern von 25 Kommunen am Mittwoch in Annaberg-Buchholz. Die Verbindung liege auf der Hand: Das Erzgebirge habe mit dem Bergbau den Grundstein für die Industrialisierung und damit die Entwicklung von Chemnitz gelegt.

"Wir haben viele Gemeinsamkeiten und der europäische Blick fällt automatisch auch immer in die Region", ergänzte der Oberbürgermeister von Annaberg-Buchholz, Rolf Schmidt (parteilos). Für die Städte und Gemeinden aus den Landkreisen Erzgebirge, Mittelsachsen und Zwickau berge der Titel enormes Potenzial, um den ländlichen Raum zu entwickeln. "Das ist vergleichbar mit dem Welterbetitel, den wir vor einem Jahr ins Erzgebirge holen konnten", so Schmidt.

In den vergangenen Monaten habe man rund 350 Projektideen aus der Region zusammengetragen. Diese reichten von bereits etablierten Formaten bis hin zu neuen Vorschlägen wie der Nutzung leer stehender Bahnhofsgebäude als Künstlerateliers. Auch grenzüberschreitende Projekte stehen auf dem Programm, sagte Projektleiter Ferenc Csák.

Bis zum 21. September muss Chemnitz die abschließenden Bewerbungsunterlagen einreichen. Neben Chemnitz wollen auch Hannover, Hildesheim, Magdeburg und Nürnberg Kulturhauptstadt werden. Die Entscheidung fällt am 28. Oktober. Der Freistaat hat 20 Millionen Euro zugesagt, wenn Chemnitz den Titel nach Sachsen holt.

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