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Sachsen Corona-Hilfsprogramm für Entwicklungsländer ausgeschöpft

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Dresden (dpa/sn) - Sachsens Hilfsprogramm zur Eindämmung der Corona- Pandemie in Entwicklungsländern ist ausgeschöpft. Nach Angaben der Staatskanzlei vom Freitag werden zwölf Projekte in zehn Staaten mit 200 000 Euro unterstützt. "Unser Ziel war es, mit dem Sonderprogramm ein Zeichen der Solidarität gegenüber den ärmsten Ländern der Welt zu setzen und Unterstützung gegen die Ausbreitung von Covid-19 zu leisten", erklärte Staatskanzleichef Oliver Schenk (CDU). Dank des Engagements der in Sachsen ansässigen Nichtregierungsorganisationen und ihrer Partner vor Ort habe man schnell eine beachtliche Zahl an Projekten unterstützen können.

Die Vorhaben betreffen unter anderem die Errichtung von Toiletten in einer Grundschule in Iringa (Tansania). Als wesentliche Infektionsquelle gelten dort unzureichende sanitäre Anlagen, hieß es. Die 400 Schülerinnen und Schüler hätten künftig nun ordentliche Toiletten und könnten sich an Waschstationen die Hände reinigen. Ein weiteres Projekt wird in der Region Salima in Malawi finanziert. Dort sollen unter anderem Schutzausrüstungen und ein Beatmungsgerät angeschafft werden. In Adjumani (Uganda) geht es um den Erwerb von Schutzausrüstungen und Sanitäranlagen. Dort leben zahlreiche Flüchtlinge aus dem Südsudan.

Sachsen unterstützt seit 2017 entwicklungspolitische Initiativen. 2019 standen dafür 550 000 Euro bereit, für 2020 waren bisher 700 000 Euro eingeplant. Mit dem Corona-Sonderprogramm sind es nun 900 000 Euro.

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