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Sachsen Corona-Hygienemaßnahmen helfen auch in Grippe-Saison

Mundschutz liegt auf einem Tisch. Foto: Karl-Josef Hildenbrand/dpa/Symbolbild

(Foto: Karl-Josef Hildenbrand/dpa/Symbolbild)

Dresden (dpa/sn) - Die im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie geltenden Hygienemaßnahmen bremsen offenbar die saisonale Ausbreitung der Grippe in Sachsen. Seit Anfang Oktober wurden nach dem jüngsten Wochenbericht der Landesuntersuchungsanstalt (LUA) vom Freitag 15 Erkrankungen gemeldet - deutlich weniger als im gleichen Zeitraum der fünf Vorjahre, wo zwischen 26 und 119 Fälle registriert waren. Die weitere Entwicklung bleibt nach Angaben des Gesundheitsministeriums abzuwarten: "Die Grippewelle baut sich regelhaft erst meist nach dem Jahreswechsel auf."

Das Ministerium geht aber davon aus, dass die AHA- und andere Maßnahmen gegen Corona dazu beitragen, dass Zahl der Grippe-Fälle niedrig sind "und vielleicht auch bleiben werden". Unter Umständen werde aber auch weniger auf Influenza untersucht, "da Sars-CoV-2 im Fokus steht und das Infektionsgeschehen in diesem Winter bestimmen wird". Eine Prognose für 2020/2021 sei noch nicht möglich. "Allerdings spricht einiges dafür, dass diese Influenza-Saison keine Rekord-Saison wird."

Das Ministerium verwies darauf, dass Empfehlungen wie kein Händereichen, Andere nicht anhusten oder -niesen, häufiges Händewaschen und Lüften schon immer galten - ebenso wie die zur Grippeschutzimpfung. "Festzustellen ist aber, dass die gemeldeten Todesfälle an Covid-19 deutlich über denen der gemeldeten Influenza-Todesfälle in Vorsaisons liegen." Die Letalität, also der Anteil der Erkrankten, die an Corona sterben, sei erheblich höher als bei Influenza.

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