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Sachsen Corona-Krise trifft Heilbäder: Verband fordert Hilfe

Eine Besucherin ruht sich in einem Thermalbad aus. Foto: Patrick Seeger/dpa/Symbolbild

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Dresden (dpa/sn) - Die Folgen der Corona-Pandemie treffen auch die sächsischen Heilbäder und Kurorte. "Die Situation kann man zweifelsohne als dramatisch bezeichnen", sagte ‎der Präsident des Sächsischen Heilbäderverbandes, Karl-Ludwig Resch, am Freitag. Die Krise treffe die fünfzehn Heilbäder und Kurorte in Sachsen härter als andere Städten und Gemeinden. Denn die Kurorte hätten zum einen hohe Fixkosten in den Bädern für die Pflege der Kurparks, zum anderen eine kosten- und personalintensive Infrastruktur. Weil Kurgäste wegblieben, seien die Einnahmen weggebrochen.

"Sachsens Kurorten muss schnell unter die Arme gegriffen ‎werden, zumal sie wichtige Arbeitgeber in oftmals strukturschwachen Regionen und ein wichtiger Wirtschaftsfaktor ‎sind", so Resch. Viele der sächsischen Kureinrichtungen und Thermen befänden sich in ‎kommunaler Hand und fielen daher durch das Förderraster. Denkbar seien zinsfreie Darlehen oder nicht zurückzuzahlende Direkthilfen, sagte Resch.

Sachsens Kurorte verfügen über rund 16 000 Betten, im Vorjahr verbuchten sie rund 700 000 Gäste mit 3,3 Millionen Übernachtungen.

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