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Sachsen Drei Männer gestehen Brandanschlagsversuch auf Spree-Hotel

Eine modellhafte Nachbildung der Justitia. Foto: Volker Hartmann/Archiv

(Foto: Volker Hartmann/dpa)

Bautzen (dpa/sn) - Mehr als zwei Jahre nach einem Anschlag auf eine Asylbewerberunterkunft in Bautzen haben drei Männer die Tat vor Gericht eingeräumt. Den Angeklagten im Alter zwischen 21 und 25 Jahren wurde am Dienstag vor der Außenkammer Bautzen des Görlitzer Landgerichts unter anderem versuchte Brandstiftung zur Last gelegt. Sie hätten mit der Tat Aufmerksamkeit erreichen wollen, erklärten sie. Es sei ihnen aber nicht darum gegangen, die Bewohner zu verletzen oder Sachschaden anzurichten. "Wir hatten Alkohol getrunken, wollten uns etwas beweisen, aber nicht die Asylbewerber in Lebensgefahr bringen", sagte einer der Männer.

Den drei Angeklagten wird vorgeworfen, im Dezember 2016 auf das damals als Asylbewerberheim genutzte ehemalige Spree-Hotel in Bautzen einen Brandanschlag versucht zu haben. Sie sollen dazu vier mit Diesel gefüllte und mit Stoffresten verschlossene Bierflaschen angezündet und auf das Gelände geworfen haben. Die Flaschen seien aber fünf bis 15 Meter vor dem Gebäude auf den Fußweg gefallen und zerschellt. Vom Gericht wurden ihnen Bewährungsstrafen in Aussicht gestellt - unter der Bedingung, dass sie gestehen. Zudem wird den Männern der Einbruch in mehr als 20 Gartenlauben vorgeworfen. Weitere Verhandlungstermine sind für den 26. und 28. Juni angesetzt.

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