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Sachsen Eigenanteil für Pflegebedürftige in Sachsen weiter gestiegen

Eine ältere Frau sitzt in einem Pflegeheim in ihrem Rollstuhl vor einem Tisch. Foto: Marcel Kusch/dpa/Symbolbild

(Foto: Marcel Kusch/dpa/Symbolbild)

Berlin/Dresden (dpa/sn) - Pflegebedürftige in Sachsen müssen für einen Heimplatz inzwischen mehr als 1600 Euro aus eigener Tasche dazu legen. Zum Stichtag 1. Juli lag der von ihnen zu zahlende Eigenanteil bei 1621 Euro, wie aus den am Freitag veröffentlichten Daten des Ersatzkassenverbandes Vdek in Berlin hervorgeht. Im Vergleich zum Jahresbeginn erhöhte sich der Anteil damit um knapp 200 Euro. Die Summe setzt sich aus den Zuzahlungen für die reine Pflege und Betreuung, den Kosten für Unterkunft und Verpflegung und den anteilig auf die Heimbewohner umgelegten Investitionskosten der Einrichtungen zusammen.

Seit Anfang 2018 stiegen die Eigenanteile um rund 472 Euro im Freistaat. Im bundesweiten Vergleich zahlen Betroffene weiter deutlich weniger zu, im Bundesdurchschnitt sind 2015 Euro fällig. Mit 2405 Euro am teuersten sind nach wie vor Heimplätze in Nordrhein-Westfalen, während Pflegebedürftige in Sachsen-Anhalt mit 1436 Euro am geringsten belastet werden.

Der von den Heimbewohnern zu entrichtende Anteil für Pflege und Betreuung liegt in Sachsen bei 595 Euro und damit knapp 200 Euro unter dem Bundesdurchschnitt. Mit 490 Euro ist er in Thüringen am niedrigsten und in Baden-Württemberg mit über 1000 Euro am höchsten. Die gesetzliche Pflegeversicherung übernimmt je nach Pflegebedarf nur einen bestimmten Anteil an den Pflegekosten.

In Sachsen waren 2017 knapp 205 000 Menschen pflegebedürftig, nach einer Prognose des Statistischen Landesamtes vom Januar werden es 2030 bis zu 240 000 sein.

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