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Sachsen Festung Königstein erhält Leihgabe aus den Uffizien

Besucher gehen durch das Medusentor vor der Festung Königstein. Foto: Oliver Killig/dpa-Zentralbild/dpa/Archivbild

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Königstein (dpa/sn) - Die Festung Königstein hat eine Leihgabe aus den Uffizien in Florenz erhalten. Als erste deutsches Museum werde man ein 230 Jahre altes Selbstbildnis der französischen Porträtmalerin Louise-Élisabeth Vigée-Lebrun (1755-1842) zeigen, teilte die Festung am Donnerstag mit. Das Gemälde wurde am gleichen Tag angeliefert. Es ist nun bis 1. November in der Sonderausstellung "Hohe Gäste auf Sachsens schönster Feste" zu sehen.

Nach Angaben der Festung zählte Louise-Élisabeth Vigée-Lebrun zu den berühmtesten Malerinnen ihrer Zeit. Die französische Königin Marie-Antoinette und Angehörige des französischen Hofes hätten sich von ihr ebenso porträtieren lassen wie zahlreiche andere europäische Adlige, wohlhabende Bürger und sogar die russische Zarenfamilie. 1790 hatte sie im Auftrag der Uffizien ein Selbstbildnis geschaffen.

"Wir sind in höchstem Maße erfreut, dieses wertvolle und zugleich wunderschöne, sehr frisch und lebensecht wirkende Ölgemälde präsentieren zu dürfen", erklärte Angelika Taube, Geschäftsführerin der Festung. Nach den Stationen New York, Paris, Madrid und Tokio sei es nun in Königstein zu sehen.

Die Malerin hatte die Festung Königstein im Mai 1795 besucht. Wegen ihrer Nähe zum französischen Hof musste sie nach der Revolution um ihr Leben fürchten und ging ins Exil.

Die Ausstellung berichtet über prominente Festungsbesucher im 18. und 19. Jahrhundert. Dazu zählten auch Alexander von Humboldt, Napoleon I. und Kaiser Franz Joseph I. Für die Schau wurden Leihgaben aus 17 Museen und Archiven zusammengetragen. Sie stammen aus Deutschland und Italien sowie Belgien, Österreich und Dänemark.

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