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Sachsen Gewaltvoller Tod eines Homosexuellen: Prozessfortsetzung

Der Eingang zum Landgericht Chemnitz. Foto: Jan Woitas/Archivbild

(Foto: Jan Woitas/dpa-Zentralbild/dpa)

Chemnitz (dpa/sn) - Am Landgericht Chemnitz wird heute der Mordprozess zur Tötung eines 27-Jährigen in Aue fortgesetzt. Vor der Schwurgerichtskammer sind die Aussagen des Rechtsmediziners und des psychiatrischen Gutachters vorgesehen. Die Einschätzung der Gutachter werden Einfluss auf die Bemessung der Strafe haben. Angeklagt sind drei Deutsche im Alter von 22 bis 27 Jahren. Sie sollen das homosexuelle Opfer am 17. April 2018 getötet haben.

Ein Beschuldigter hat nach Angaben der Staatsanwaltschaft ein ausgesprochenes Problem mit Homosexualität. Bislang sieht die Behörde keine belastbaren Hinweise dafür, dass dies das Motiv für die Tat war. Die Bundesregierung hatte jedoch in einer Antwort auf eine Kleine Anfrage der Linken-Fraktion im Bundestag (Drucksache 19/7379) den Fall als vollendeten Totschlag in der Statistik für Politisch motivierte Kriminalität aufgeführt.

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