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Sachsen Gewerkschaft fordert Perspektive nach Aus für Haribo-Werk

Eine Ampel am Eingang zum Haribo-Werk Wilkau-Haßlau leuchtet rot. Foto: Sebastian Willnow/dpa-Zentralbild/dpa/Archivbild

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Wilkau-Haßlau/Zwickau (dpa/sn) - Nach dem angekündigten Aus für das einzige ostdeutsche Haribo-Werk fordert die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) eine Perspektive für die Beschäftigten. "Wir sehen Haribo klar in der Pflicht", sagte Thomas Lißner von der NGG nach einer Videoschalte mit der Unternehmensführung am Freitag. 30 Jahre seien Gewinne aus dem Standort gezogen worden, da könne es nicht einfach heißen: Am 31. Dezember gehen die Lichter aus.

"Die Eigentümerfamilie Riegel ist gefordert, soziale Verantwortung wahrzunehmen", sagte Lißner. Das Unternehmen sei aber Aussagen schuldig geblieben, welche Investitionen für eine Fortführung des Standortes nötig wären. Ein Sprecher des Unternehmens sagte, dass die Gespräche vertraulich behandelt und nicht öffentlich kommentiert würden.

In der kommenden Woche stehen laut NGG weitere Gespräche zwischen Unternehmensführung und Betriebsrat an. Als nächste Aktion ist in Wilkau-Haßlau am 6. Dezember ein Gottesdienst und Lampionumzug zum Werk unter dem Motto "Die Lichter dürfen nicht ausgehen" geplant.

Der Süßwarenhersteller hatte kürzlich bekanntgegeben, das Werk in Wilkau-Haßlau bei Zwickau mit rund 150 Beschäftigten zum Jahresende zu schließen.

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