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Sachsen Heißester Tag des Jahres: hohe Mineralwasser-Nachfrage

Sonnenuntergang hinter dem Dresdener Denkmal auf der Brühlschen Terrasse. Foto: Sebastian Kahnert/Archivbild

(Foto: Sebastian Kahnert/dpa-Zentralbild/dpa)

Auf bis zu 37 Grad könnte das Thermometer am Mittwoch in Sachsen steigen. Werden neue Rekorde gemessen? Und wie läuft das Geschäft mit erfrischenden Getränken?

Leipzig/Eilenburg (dpa/sn) - Die Junihitze könnte am Mittwoch für den wärmsten Tag des bisherigen Jahres in Sachsen sorgen. Laut Deutschem Wetterdienst in Leipzig sind Temperaturen von bis zu 37 Grad möglich. Damit wackelt auch der Rekord für einen Junitag in Sachsen: Der höchste bisher registrierte Wert sei am 21. Juni 2000 in Bad Muskau im Landkreis Görlitz gemessen worden und liege bei 36,8 Grad. Ob es am Ende tatsächlich einen neuen Spitzenwert gibt, hänge unter anderem vom Wind ab, hieß es. Außerdem ist es laut einem Sprecher des Wetterdienstes wahrscheinlich, dass an Stationen, die es noch nicht so lange gibt, neue Höchstwerte verzeichnet werden.

Mineralwasserproduzenten im Land bemerken bei den sommerlichen Temperaturen eine besonders hohe Nachfrage. Der Betrieb Sachsenquelle in Eilenburg habe die Produktion deswegen um etwa 20 Prozent hochgefahren, teilte ein Sprecher mit. Demnach arbeiten die Beschäftigten derzeit zusätzlich auch an Samstagen. Täglich füllen sie rund 500 000 Flaschen Mineralwasser ab.

Auch bei Lichtenauer Mineralquellen in der Nähe von Chemnitz macht sich das Wetter bemerkbar. Die hohe Nachfrage sei seit Wochen spürbar, teilte der Geschäftsführer mit. Kürzlich habe der Betrieb mit mehr als 1,3 Millionen Liter ausgeführten Getränken an einem Tag den Spitzenwert der vergangenen zehn Jahre verzeichnet. Das sei etwa doppelt so viel wie an durchschnittlichen Tagen, hieß es.

Engpässe gibt es beim Leergut. Kästen für Glas- sowie für PET-Flaschen fehlen aktuell in Eilenburg, so der Sachsenquelle-Sprecher. Auch bei den Lichtenauer Mineralquellen sei diese Entwicklung bemerkbar, hieß es. Vor allem Mehrwegglasflaschen würden stärker nachgefragt, im ersten Jahresdrittel etwa ein Fünftel mehr als noch 2018. Deshalb treten gelegentliche Engpässe bei den leeren Flaschen auf, wie der Geschäftsführer mitteilte.

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