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Sachsen Hilfe bei Gewalt im Netz: Bundeskongress für Zivilcourage

Eine Straßenbahn mit der Aufschrift

(Foto: Edith Geuppert/dpa/Archivbild)

Käbschütztal (dpa/sn) - Über das Thema Zivilcourage diskutieren Wissenschaftler, Verbände und Vereine auf einem Bundeskongress in Sachsen. "Ein Schwerpunkt ist der kompetente Umgang mit körperlicher oder verbaler Gewalt auf der Straße", sagte Organisatorin Yvonne Bonfert von der Aktion Zivilcourage. Eine immer größere Rolle spielten allerdings Beleidigungen und Hass-Kommentare im Internet. "Das ist ein zunehmendes Problem." Bis zum Samstag treffen sich rund 30 Teilnehmer aus ganz Deutschland in Käbschütztal (Landkreis Meißen). Der Bundeskongress für Zivilcourage wird zum ersten Mal in Sachsen ausgerichtet.

Auf dem Programm stehen unter anderem Workshops mit Trainings, Rollenspielen sowie Vorträgen zum Thema. "Zivilcourage ist etwas, das man üben kann", so Bonfert. Beim Thema Hasskommentare im Netz geht es ebenso um gezielte Strategien zur Beantwortung sowie um technische Fragen. Eine Organisation, die Opfern von Gewalt im Netz beisteht und rechtlich berät, gibt Tipps im Umgang mit Hasskommentaren. Annalena Schmidt, die in Bautzen über das Thema Rechtsextremismus bloggt und regelmäßig angefeindet wird, berichtet von ihren Erfahrungen. Der Kongress soll Mitarbeitern von Verbänden und Vereinen helfen, Strategien für Zivilcourage zu entwickeln.

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