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Sachsen Hohe Nachfrage nach 9-Euro-Ticket in Sachsen

Fahrgäste gehen über den Bahnsteig der Station Hauptbahnhof im City-Tunnel Leipzig.

(Foto: Jan Woitas/dpa-Zentralbild/dpa/A)

Startschuss für das 9-Euro-Ticket: Der Verkauf hat auch in Sachsen begonnen - und die Nachfrage ist groß.

Dresden (dpa/sn) - Zum Verkaufsstart haben die Verkehrsbetriebe in Sachsen eine hohe Nachfrage nach dem 9-Euro-Ticket registriert. In Leipzig können Kundinnen und Kunden das Ticket seit Samstag kaufen - pünktlich zum 150-jährigen Bestehen der Straßenbahnen in der Messestadt gingen die Tickets dort über den Tresen. "Bislang haben wir rund 15.000 Tickets verkauft", sagte ein Sprecher der Leipziger Verkehrsbetriebe. Beim Fest habe es lange Schlangen gegeben, bei den Servicestellen gehe es dagegen mittlerweile ruhiger zu.

Auch bei der Chemnitzer Verkehrs-AG und in der Landeshauptstadt war die Nachfrage am Montag groß. An den Automaten der Dresdner Verkehrsbetriebe (DVB) bildeten sich Schlangen, so ein Sprecher. "Vielleicht haben die Kunden Angst, das Ticket könnte irgendwann ausverkauft sein. Das wird aber nicht passieren", sagte er. Schon mehr als 1000 Kundinnen und Kunden hätten ein Abo abgeschlossen. Die DVB locken mit dem Angebot, dass diejenigen, die jetzt ein Abo abschließen, im Juni, Juli und August komplett kostenlos fahren.

Dabei ist zum Teil der Informationsbedarf noch groß, wie der Sprecher der Leipziger Verkehrsbetriebe sagte. Vielen sei noch unklar, für wen das Ticket gelte, was Stammkunden machen sollten und ob sie für ihre Kinder ein Ticket kaufen sollten.

Der Verkauf des Billigtickets ist bundesweit in den meisten Städten an diesem Montag angefangen. Der Fahrschein ist in der Regel an Automaten, Verkaufsstellen oder bei Busfahrern erhältlich. Wer lieber sein Handy benutzt, kann das Ticket etwa in der App der Deutschen Bahn oder in den Anwendungen der Verkehrsunternehmen kaufen. Es ist ab 1. Juni gültig.

Kundinnen und Kunden, die schon ein Abo für den öffentlichen Nahverkehr haben, müssen nichts weiter unternehmen. Sie behalten im Tarifgebiet die Vorteile ihres Abos, etwa eine kostenlose Fahrradmitnahme. Sie zahlen jedoch drei Monate lang nur neun Euro und dürfen das Ticket - mit den allgemeingültigen Konditionen - deutschlandweit nutzen. Gleiches gilt für Studierende, die ein Semesterticket nutzen. Sollte der Betrag bereits abgebucht sein, gibt es eine Rückerstattung.

Das Ticket ist eine Reaktion auf die stark gestiegenen Energiekosten und soll als Entlastungsmaßnahme dienen. Es wird in den Monaten Juni, Juli und August angeboten und gilt deutschlandweit für Fahrten mit Bussen, Straßen- und Regionalbahnen in der 2. Klasse. Für jeden Monat wird ein extra Ticket ausgestellt.

Quelle: dpa

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