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Sachsen Ingenieure entwickeln Hitzeschild für sparsamere Flugzeuge

Eine Niederlassung der Fraunhofer Gesellschaft in Dresden. Foto: Arno Burgi/Archivbild

(Foto: Arno Burgi/dpa-Zentralbild/dpa)

Dresden (dpa/sn) - Dresdner Fraunhofer-Ingenieure haben eine Technologie für keramische Hitzeschilde entwickelt, mit denen Flugzeuge sparsamer und robuster werden. Mit einem Gemisch aus Keramikpulver und Wasser ließen sich Turbinenschaufeln und andere Flugzeugteile schnell und preisgünstig beschichten, teilte das Fraunhofer-Institut für Werkstoff- und Strahltechnik (IWS) am Mittwoch mit. Solche und ähnliche Schilde ermöglichten Triebwerke, die weniger Kraftstoff verbrauchen und die Atmosphäre nicht so stark verschmutzen.

Die Technologie sei inzwischen mit dem Schweizer Anlagenbauer AMT in die industrielle Praxis überführt, hieß es. Die IWS-Forscher sehen in ihrem Verfahren Potenzial in der Luft- und Raumfahrt, aber auch in der Halbleiterindustrie und anderswo. Eine beschichtete Turbine könne bei höheren Temperaturen arbeiten als ein unbeschichtete: "Dies erhöht ihren Wirkungsgrad, macht sie langlebiger und reduziert den Kühlaufwand. Unterm Strich sinkt der Kraftstoffverbrauch."

"Zudem wird die Umwelt weniger belastet, weil der Treibstoff in den verbesserten Triebwerken effizienter verbrennt, was den Kraftstoffverbrauch reduziert und entsprechend weniger Schadstoffe ausstößt", erklärte Team-Leiterin Maria Barbosa. Nun will man eine Schicht entwickeln, die Triebwerke besser vor Vulkanasche schützt.

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