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Sachsen Kampagne: Sorbisch soll in Sachsen selbstverständlich sein

Eva-Maria Stange (SPD), Staatsministerin für Wissenschaft und Kunst in Sachsen. Foto: Monika Skolimowska/Archiv

(Foto: Monika Skolimowska/zb/dpa)

Dresden (dpa/sn) - Sorbisch soll mehr zum Alltag in Sachsen gehören als bisher. "Es muss überall bekannt und selbstverständlich sein, dass in Sachsen auch Sorbisch gesprochen wird", sagte Wissenschafts- und Kunstministerin Eva-Maria Stange (SPD) am Dienstag und stellte den vom Kabinett beschlossenen neuen Maßnahmeplan für die sorbische Sprache vor. Er umfasst zwölf Ziele mit insgesamt 21 Vorhaben.

"Ich möchte, dass es in Sachsen im Allgemeinen und in der Lausitz im Besonderen völlig selbstverständlich ist, dass die sorbische Sprache im Alltag verwendet wird, dass man sorbische Schriftzüge gleichberechtigt sieht und auf den Ämtern auch auf Sorbisch kommunizieren kann", betonte Stange. Ein Ziel bestehe darin, allen Interessierten und auch Behördenmitarbeitern das Erlernen der sorbischen Sprache zu ermöglichen, damit auf Ämtern, in Kitas und Schulen auch sorbisch gesprochen werden kann.

Zudem will die Regierung ausgewählte Publikationen in sorbischer Sprache veröffentlichen und die Verwendung zweisprachiger Ortsnamen im Siedlungsgebiet der Minderheit ausbauen. In Bautzen soll eine Sorbische Sprachschule entstehen. Zudem wird die Einrichtung einer ständigen Servicestelle für sorbische Sprache vorbereitet. Gleiches gilt für eine "Imagekampagne zur Stärkung der Wertschätzung der sorbischen Sprache". Dafür sind im Doppelhaushalt für 2019 und 2020 je 300 000 Euro eingestellt.

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