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Sachsen Katastrophenschützer proben die Rettung von 300 Verletzten

Ein Sanitäter vor einem Rettungswagen mit der Nummer des Notrufes. Foto: Jens Kalaene/Archivbild

(Foto: Jens Kalaene/dpa-Zentralbild/dpa)

Prossen (dpa/sn) - Knapp 1000 Einsatzkräfte proben am Samstag im Elbtal die Rettung von 300 Menschen aus einem verunglückten Zug. Damit ist die Aktion "Schöna 2019" die bisher größte sächsische Landeskatastrophenschutzübung, teilte die Landesdirektion am Donnerstag mit. Geübt wird im Elbtal zwischen Schöna, Bad Schandau, Rathmannsdorf und dem Prossener Hafen in der Sächsischen Schweiz.

Das Szenario geht von heftigen Niederschlägen und Stromausfällen in der Region aus, als ein EC in Richtung Prag im Elbtal in einen Erdrutsch rast. Es gebe viele Verletzte, die in topographisch schwieriger Lage gerettet und in umliegende Krankenhäuser gebracht werden müssten, hieß es.

Während des Einsatzes am Samstag kommt es den Angaben zufolge zu zahlreichen Verkehrseinschränkungen. So wird die Bahnstrecke zwischen Krippen und Schöna in beide Richtungen vom Nachmittag bis zum Abend gesperrt, auch der Elberadweg zwischen den beiden Orten ist nicht befahrbar. Wanderer im Gebiet müssen sich auf Einschränkungen einstellen, am ehemaligen Grenzübergang zu Tschechien kann es wegen der großen Anzahl von Einsatzfahrzeugen ebenfalls zu Behinderungen kommen.

Neben Rettungsdiensten und Katastrophenschutz sind Kräfte von Hilfsorganisationen und der Deutschen Bahn im Einsatz, zudem sind Krankenhäuser in Tschechien an der Großübung beteiligt.

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